Zusammenfassung der Ergebnisdiskussion von Dr. Andreas Held
Allgemeine Ergebnisdiskussion
Die meisten Ergebnisse weisen einen positiven Effekt des Traditionellen TKD nach. So konnte im energetischen Bereich mittels der Strahlenqualität und der Funktionskreisphänomene der E-T-D gezeigt werden, dass sich der Energiefluss erhöht. Gründe hierfür dürften der angenommene Zusammenschluss von Körper und Geist durch das Training sowie die uralten Gymnastikformen sein. Damit steht das Ergebnis konträr zur Studie von Hölzel (siehe 4.3.2. Zweite Studie), der bei Leistungsschwimmern unmittelbar nach dem Training einen Energiemangel festgestellt hatte. Zu erklären ist dieser Unterschied dadurch, dass das TKD-Training im Gegensatz zum Schwimmen bewusst energieaufbauend gestaltet wird. Dieses Ergebnis wird gestützt durch das – auf der Grundlage des bipolaren Stimmungsfragebogen erhobene – erhöhte subjektive Empfinden der Probanden, unmittelbar nach dem Traditionellen TKD-Training „mehr Energie in sich zu sparen. Ein Grund für diese Einschätzung könnte das Gefühl sein, „etwas Gesundes bzw. Gutes für sich getan zu haben“.
Im psychischen Bereich konnte mit Hilfe der E-T-D festgestellt werden, dass sich der Stress der Probanden reduzierte. Auf der Grundlage des bipolaren Stimmungsfragebogens konnte zudem ein gesteigertes „Ruhe“-Empfinden nach dem Training nachgewiesen werden. Gründe für die subjektive und objektive Stressreduzierung scheinen der Kampfschrei, der Zusammenschluss von Körper und Geist, die Entlastung des Bewusstseins durch eingespeicherte Bewegungen, die Freiwilligkeit des Trainings, die bestimmte Ordnung und die spezifischen Regeln im Traditionellen TKD sowie die verstärkten Endorphinausschüttungen durch das Training zu sein.
Im geistigen Bereich konnte anhand der Lateralitätsstörungen in der E-T-D eine Verschiebung der Gehirnaktivität auf der rechten Gehirnhälfte nachgewiesen werden. Diese Verschiebung kann als Indikator für eine gesteigerte Kreativität und Intuition unmittelbar nach dem Traditionellen TKD gesehen werden. Gründe hierfür dürften in erster Linie bei der Hyong mit ihren verschiedenen Bewegungsabläufen liegen. Der Säure-Basen-Haushalt lieferte kein signifikantes Ergebnis, da es wahrscheinlich erst in der absoluten Ruhephase zu einer Reaktion im Säure-Basen-Haushalt durch das Traditionelle TKD kommt.
Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen wie auch bei Treugut et al. (2000) die Objektivität und Reliabilität der Kirlianmessung.
Auch die personenspezifische energetische Ausprägung der Kirlianphotographie nach Treugut et al. (2000) bestätigt sich mit den Ergebnissen der Studie automatisch.
Differenziert nach den einzelnen Personengruppen ließen sich folgende Ergebnisse gewinnen:
Ergebnisdiskussion der Altersstufen
Die jüngeren Probanden haben – wie die Kirlianmessung gezeigt hat – bereits vor dem Training mehr Energie als die älteren Probanden. Dies dürfte vermutlich auf das Mehr an Lebensenergie zurückzuführen sein, die sie in sich tragen. Lebensenergie wurde in der Untersuchung über die Strahlenqualität und die Funktionskreisphänome gemessen. Je besser diese Energie durch den Körper zirkulieren kann, desto mehr Energie befindet sich auch in unserem Gesamtorganismus.
Bei den jüngeren Probanden zeigten sich stärkere Auswirkungen auf die Lebensenergie unmittelbar nach dem Training als bei den älteren. Ein Grund hierfür dürfte in ihrer größeren Beeinflussbarkeit durch den TKD-Meister liegen. Jüngere TKD-Aktive engagieren sich im Training psychisch stärker, wodurch sich die Wirkungen auf ihre Lebensenergie erhöhen können.
Ältere Probanden wirkten demgegenüber vor dem Training weniger gestresst, was mit einer altersbedingten größeren Gelassenheit zu tun haben dürfte. Setzen sich jüngere TKD´ler vor dem Training eher unter Stress, weil sie zu den „Besten“ gehören wollen, so fehlt den Älteren dieser Ehrgeiz fast durchgängig. Ihre Motivation besteht primär darin, das Training als Ausgleich zur Arbeit zu nutzen, und aufgrund dieser Haltung gelingt es ihnen besser, Stress abzubauen.
Wie die Untersuchung ergeben hat, werden bei älteren TKD-Aktiven auch die Intuition und die Kreativität stärker angeregt als bei jüngeren. Dies hat damit zu tun, dass jüngere Schüler dazu neigen, den Meister zu imitieren, und das hemmt ihre Kreativität. Anders hingegen die älteren Schüler, die ihre Grenze gegenüber dem Meister besser kennen und die das Training auch bewusst zum Ausleben ihrer kreativen Seite nutzen.
Das Ergebnis Deckers, dass ältere Probanden höhere Ähnlichkeiten im Bildaufbau aufweisen als jüngere Probanden, konnte sich nicht bestätigen. Die Ähnlichkeiten differenzierten sich nicht je Altersstufe.
Ergebnisdiskussion im Bezug auf die Könnensstufen
Die Fortgeschrittenen reagieren in jedem Untersuchungsbereich intensiver als die Anfänger und bauen durch das jahrelange Training größere Reservekammern für ihre Energien auf. Dadurch kann unmittelbar nach dem Training mehr Energie fließen. Außerdem können sich aufgrund der Regelmäßigkeit des Trainingsrhythmus kaum Blockaden in den Energiebahnen aufbauen. Diese Regelmäßigkeit führt auch dazu, dass Stress schon Stunden vor dem Training reduziert wird. Das zeigt der geringere Stress des Fortgeschrittenen gegenüber dem Anfänger bereits vor dem Training. Die Fortgeschrittenen bauen auch durch das Training mehr Stress ab als die Anfänger, da ihr trainierter Stoffwechsel schneller zu reagieren scheint bzw. sie potenziell stressreduzierende Bewegungen technisch ausgefeilter ausführen können. Die Fortgeschrittenen sind unmittelbar nach dem Training intuitiver und kreativer als die Anfänger, da sie die meisten Bewegungen verinnerlicht haben und daher gewissermaßen aus dem Bauch heraus vollziehen können.
In den untersuchten Bereichen zeigt sich bei allen positiven Reaktionen der Probanden auf das Traditionelle TKD, dass sich die Wirkungen verstärken, je länger das Tradi-tionelle TKD ausgeübt wird. Sowohl im energetischen Bereich als auch bei der Stressreduktion und im Bereich der Kreativitätserhöhung zeigte sich bei den Fortgeschrittenen die mit Abstand stärkste Zunahme von allen vier Personengruppen. Je älter die Versuchsperson war, desto mehr Wirkung zeigte das Traditionelle TKD-Training auf die Kreativitätserhöhung und Stressreduzierung. Jüngere Probanden erhöhten unmittelbar nach dem Traditionellen TKD-Training verstärkt ihre Lebensenergie.
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